"Julita": Mamabloggerin, Sängerin, Geschäftsfrau

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich hoffe, Sie sind gut - und vor allem gesund!!! - in das Jahr 2022 gestartet. Haben Sie gute Vorsätze gefasst? Falls ja, wünsche ich Ihnen maximale Erfolge bei der Umsetzung. Falls nicht, oder falls sie die hehren Ziele aus der Silvesternacht bereits wieder über den Haufen geworfen haben, grämen Sie sich nicht: Das passiert den Besten. Und überhaupt: Niemand braucht ein bestimmtes Datum als Anlass, um Dinge in ihrem Leben zum Positiven zu wandeln. Damit kann man jederzeit loslegen.
Große Pläne für 2022 hat Julia Schulze, besser bekannt als “Julita”, aus Timmendorfer Strand: Die 22-Jährige ist nicht nur Influencerin mit weit über 600 000 Followern und zweifache Mutter. Sie ist neuerdings auch als Sängerin unterwegs und möchte in diesem Jahr ihr erstes Album rausbringen. Wie sie sich so eine große Reichweite aufgebaut hat und welche Sprüche über junge Mütter sie nicht mehr hören kann, lesen Sie im Interview der Woche.
Von Müttern zu Großmüttern: Das Thema Corona beschäftigt uns auch in 2022 weiter. Die Proteste gegen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sind jetzt auch in Lübeck endgültig angekommen, am Montag haben über 1000 Menschen in der Hansestadt demonstriert. Die Omas gegen Rechts zeigten sich irritiert, dass Ordnungsamt und Polizei Verstöße gegen Abstandsregeln und Maskenpflicht nicht geahndet haben. Alle Hintergründe lesen Sie hier.
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende!
Interview der Woche

Sängerin, Mom-Bloggerin, Timmendorferin: Julia Schulze alias „Julita“ ist 22, hat zwei Kinder und ist erfolgreiche Influencerin mit 639 000 Abonnenten bei Instagram. Seit 2021 macht sie außerdem Musik, ihr erster Song zählte in Windeseile über eine Million Streams auf Spotify. Im Interview spricht sie über die Vorurteile, denen sie als junge Mutter begegnet, und über ihre Pläne für das neue Jahr.
Wie sind Sie in die Position gekommen, in der Sie heute sind?
Ich bin einfach fleißig und ehrgeizig gewesen. Wahrscheinlich gehört ein bisschen Glück auch dazu! Gerade im Social-Media-Bereich muss man kontinuierlich posten, am Ball bleiben und sich immer wieder neuen Dingen widmen, sonst wird es schnell langweilig und der Algorithmus schmeißt einen schnell raus.
Wann waren Sie zuletzt die einzige Frau in der Runde?
Die meisten Songwriting-Sessions sind überwiegend mit Männern gewesen. Ich habe „erst“ mit zwei Songwriterinnen gearbeitet.
Gibt es Sprüche, die Sie nicht mehr hören können, weil sie voller Klischees sind?
„Du bist doch Mutter..“
„Als Mutter solltest du..“
„Als Mutter würde ich ja nicht…“
Das sind alles Sätze, die ich nicht mehr hören kann. Ich habe das Gefühl, viele Frauen stecken sich selber in eine Schublade, sobald sie Mutter werden, was sehr schade ist. Wenn sie dann jemanden im Internet beobachten, der sich trotzdem noch ab und zu sexy kleidet, seiner Karriere nachgeht oder (oh Gott!) an sich selber denkt… dann lassen sie schnell ihren Frust und ihre engstirnigen Denkweisen an mir aus.
Ja, ich bin Mutter! Ja, ich liebe meine Kinder! Aber ich vergesse mich selbst nicht dabei. Die Mama-Rolle ist eine Seite an mir, die viel einnimmt, aber ich widme mich eben noch meinen eigenen Träumen und Zielen und möchte mich mit gerade einmal 22 Jahren auch noch wie 22 fühlen. Ich bin der Meinung, nur wenn ich selber glücklich bin, kann ich auch die Mama sein, die meine Kinder verdienen.
Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen heutzutage noch in Social Media und in der Musikbranche?
Ich finde, das ganze Leben ist irgendwie eine Herausforderung mit all seinen Facetten. Sonst wäre es vielleicht auch langweilig und ich denke, nur wenn man aus seiner Komfortzone kommt, wird sich etwas positiv verändern. Dass man sich in der Social-Media- und Musikbranche immer wieder beweisen muss, ob als Frau oder Mann, gehört eben dazu.
Was sollte getan werden, damit Frauen in diesen Bereichen noch präsenter werden?
Ich denke, das liegt bei jeder Frau selbst. Vermutlich haben Frauen aber eher mit Selbstzweifel, Angst und Unsicherheit zu kämpfen, als der ein oder andere Mann.
Ich sage immer, man ist seines eigenen Glückes Schmied. Natürlich ist es nicht immer einfach und auch als Mutter hat man es definitiv schwerer, und einfach alles ist mit mehr Planung, Organisation und Aufwand zu bewältigen, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das habe ich die letzten vier, fünf Jahre selber gesehen und erfahren.
Was würden Sie jungen Frauen mit auf den Weg geben?
Niemals aufgeben. Das Leben ist eine Sinuskurve. Es wird immer Höhen und Tiefen geben, man muss nur weitermachen.
Erfolgreich sind die allerwenigsten von heute auf morgen. Erfolgreich ist der, der nach jedem Niederschlag wieder aufgestanden ist und seine Ziele, auch wenn es manchmal noch so schwer ist, nicht aus den Augen verloren hat.
Welche Frau ist Ihr Vorbild, Ihre Inspiration?
Ein Vorbild habe ich nicht, da ich mein eigenes Bild sein möchte, aber ich habe auf jeden Fall Frauen, die ich sehr inspirierend finde, wie zum Beispiel Shirin David, Ariana Grande oder Tammy Hembrow. Alles starke Frauen, die ihre Visionen verfolgt haben und hart für alles gearbeitet haben, was sie erreicht haben.
Was sind Ihre Pläne und Wünsche für die Zukunft?
Mein größter Wunsch ist und bleibt, dass meine Familie gesund ist. Gesundheit kann man sich eben nicht kaufen, nur wünschen!
Pläne gibt es einige; ich arbeite aktuell an meinem ersten Album, welches voraussichtlich im Sommer 2022 erscheinen wird zuzüglich einer Album Box. Unsere CBD Firma „JUNJA“ wird um einige Produkte erweitert und ein neues, noch geheimes Projekt, wird im Frühjahr gelauncht.
Ich freue mich sehr auf das kommende Jahr!
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Plötzlich sind alle Feministinnen. Bloß kann von echter Gleichberechtigung keine Rede sein. Warum wirken überholte Strukturen fort? Wie lassen sie sich abwracken? Ann-Kristin Tlusty betrachtet die inneren und äußeren Zwänge, die das Leben von Frauen auch heute prägen: Noch immer wird ihnen abverlangt, „sanft“ die Sorgen und Bedürfnisse der Gesellschaft aufzufangen. Jederzeit sollen sie dabei auf „süße“ Weise sexuell verfügbar erscheinen, gern auch unter feministischem Vorzeichen. Und bei alldem angenehm „zart“ niemals zu viel Mündigkeit beanspruchen. Klug und persönlich, befreiend und neu: Diese Streitschrift wirbelt die Geschlechterordnung für immer durcheinander.
Erschienen im Hanser Verlag, 208 Seiten, 18 Euro
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Der Comedian Luke Mockridge sah sich im Herbst 2021 mit Vorwürfen sexualisierter Gewalt konfrontiert. Unter anderem warf ihm seine Ex-Freundin vor, sie vergewaltigt zu haben. Der Spiegel berichtete. Mockridges Fans unterstellten wiederum seiner Ex-Freundin, dass sie auf seine Kosten berühmt werden wolle und die Karriere des Comedian zerstören wolle. Jetzt hat Luke Mockridge eine neue Tour angekündigt.
Eda Vendetta (blauer Haken)
Männer wie Luke Mockridge der Grund warum man als Frau die Schnauze hält.
Mattheus Berg
Wie schade für Luke Mockridge, dass sein Missbrauchsskandal mit einer gut dotierten Rolle im Traumschiff bestraft wurde.
Das Beste zum Schluss

Großes Wiedersehen: Heiligenhafenerin trifft Kindheits-Freundin nach 68 Jahren wieder
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