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Schauspielerin Lea van Acken: "Frauen machen es sich gegenseitig schwer"

Liebe Leserinnen, liebe Leser, von wegen "Waidmanns Heil": Immer mehr Frauen in Schleswig-Holstein ma
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
von wegen “Waidmanns Heil”: Immer mehr Frauen in Schleswig-Holstein machen einen Jagdschein - und möchten damit ihren Beitrag zum Naturschutz leisten. Die Details dazu haben die Kollegen aus der Lokalredaktion Stormarn recherchiert.
Im Interview geht es diesmal in die Filmbranche: Die Lübecker Schauspielerin Lea van Acken spricht über Jobs vor und hinter der Kamera an deutschen Filmsets. Sie hat in ihrer noch jungen Karriere gelernt: Es geht besser miteinander als gegeneinander.
Grund zur Freude haben in diesen Tagen alle Musik-Liebhaber: Joy Denalane, die deutsche Königin des Soul, lässt mit ihrem neuen Album “Let Yourself Be Loved” die Herzen ihrer Fans höher schlagen - Es ist das erste einer deutschen Künstlerin beim legendären Motown-Label. Im Interview spricht sie über die Arbeit an der neuen Platte.
Im Sportteil geht es um die “Wakenitz-Woman” Lotta Steinmann. Die 20-Jährige hatte beim Lübecker “Wakenitz-Man”-Wettbewerb gewonnen und spricht mit uns über ihre Zukunft. So viel sei verraten: Ihrer Leidenschaft Schwimmen will sie treu bleiben.
Viel Spaß bei der Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht
Sophie Schade

Interview der Woche

Als Komparsin bei den Karl-May-Spielen hat alles angefangen, die Hauptrolle in “Das Tagebuch der Anne Frank” war 2016 ihr großer Durchbruch - heute gehört die Lübeckerin Lea van Acken (21) zu den großen Nachwuchshoffnungen der deutschen Filmszene und ist aktuell unter anderem in der ZDF-Seite “Sløborn” oder dem Netflix-Hit “Dark” zu sehen.
Wie sind Sie in die Position gekommen, in der Sie heute sind?
Ich habe mit 13 Jahren angefangen vor der Kamera zu stehen und habe diesen Weg nie aufgehört zu verfolgen. Seit der ersten Sekunde vor er Kamera wusste ich: Das erfüllt mich, das ist es, was ich machen möchte.
Wann waren Sie zuletzt die einzige Frau in der Runde?
Der Cast von dem Film „5 Finger sind ne Faust“, den ich aktuell in Schweden drehe, besteht aus fünf Männern und mir. Also bin ich hier oft die einzige Frau, in den Szenen und abends wenn wir am Lagerfeuer sitzen. Ich mag die Jungs sehr!
Welche Herausforderungen sehen Sie heute immer noch für Frauen auf dem Weg nach oben?
Eine Sache, die mir neben klaren männlichen Machtstrukturen immer wieder auffällt, ist, dass Frauen es sich auch oft gegenseitig schwer machen. Wir müssten uns viel öfter verbinden, supporten und vertrauen, dass für alle genug da ist.
Was sollte getan werde, damit Frauen in der Filmbranche präsenter sind?
Gute, starke Frauenrollen müssen her. Auch sollte Regisseurinnen und Produzentinen mehr zugetraut werden. Allgemein sollte es einfach keine Frage sein, ob den Job ein Mann oder eine Frau macht, sondern wer am besten dafür geeignet ist. 
Was würden Sie jungen Frauen mit auf den Weg geben?
Sich nicht zu vergleichen, sondern inspirieren zu lassen. Das Leben als ein Geschenk zu sehen, seine Stärken und Schwächen kennenzulernen mit allem was dazugehört. Und immer wieder ganz liebevoll mit sich umzugehen, auch wenn dass nicht immer leicht fällt. Ich denke dann immer an eine Freundschaft zu mir selbst. Man muss auch mal hart und ehrlich sein, aber man würde sich niemals schaden wollen.
Welche Frau war Ihr Vorbild, Ihre Inspiration?
Ich fand Audrey Hepburn schon immer ganz inspirierend, ihr Spiel, ihre Anmut, ihre zurückhaltende Weisheit und ihr Engagement.
Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Ich möchte mich immer besser kennenlernen, das Leben voller Dankbarkeit und Fülle leben und das tun, was mich glücklich macht und damit Liebe in diese Welt bringen.
Schauspielerin Lea van Acken
Schauspielerin Lea van Acken
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Beim Deutschen Comedypreis wird in diesem Jahr zum ersten Mal der beste Comedy-Podcast ausgezeichnet. Auffällig bei den Nominierungen: Offenbar machen nur Männer lustige Podcasts. Die Reaktionen im Netz folgten prompt - inzwischen wurde nachträglich die Rubrik “Beste Comedy-Podcasterin” eingeführt. Das Geschmäckle aber bleibt.
Schwester Ewald
Muss man auch erstmal schaffen: In der Comedypreis Kategorie Podcast sind mehr Thomas Schmidts nominiert als Frauen.
Hazel Brugger
Der Hauptgrund, warum ich mehr Frauen auf Comedybühnen sehen will, ist für mich mittlerweile, damit ich in Interviews auch mal über was anderes reden darf als darüber, warum es so wenig Frauen auf Comedybühnen gibt.
Die Hintergründe zur Diskussion:
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... und dann war da noch diese Debatte:

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